Tag 4 – Kaufen, was wir schon haben oder nicht brauchen

Am Morgen suchen wir nach einer Möglichkeit, an einen Spannungswandler zu kommen. Wir überlegen, ob wir uns den Wandler von zu Hause schicken lassen. Dazu bräuchten wir aber eine verlässliche Adresse. Da wir aber noch nicht wissen, wann wir an welchem Ort sein werden und wie lange der Versand nach Italien dauern würde, suchen wir erstmal nach einer Möglichkeit, das Gerät in einem Laden zu kaufen. Wir schauen auf den Websites von Baumärkten, die es in der Umgebung gibt und rufen verschiedene Baumärkte an. Im letzten Markt, den wir vergeblich anrufen, fragen wir, ob sie uns noch eine Adresse empfehlen können. Dort haben sie uns Geschäfte für Fahrzeugzubehör empfohlen, zum Beispiel ATU. Gute Idee, direkt angerufen und erfolgreich gewesen. Ich hab mich mehrfach rückversichert, dass es das richtige Gerät ist, mit Anschluss für den Zigarettenanzünder, weil es diese Wandler auch zum Anschließen an die Autobatterie gibt. Aber wir wollten kein Kabel von unter der Motorhaube durchs Fenster fädeln, damit wir die Toniebox laden können … Es war alles richtig und der Wandler soll 40 € kosten.

Die Erledigungen des Tages

Wir planen die Route und setzen noch die Münchener Filiale unseres Camper Verleihs auf dem Plan, weil die USB Steckdosen im unteren Schlafbereich nicht funktionieren. Außerdem ist von einem Schrank der Griff abgefallen, und von einem anderen lässt sich die Tür nicht öffnen. Die Türen konnten sie fixen, die USB Dosen nicht.

Auf dem Weg zu ATU fällt Lu noch ein, dass wir dort noch nach einem Organizer für die Rückseite des Fahrersitzes gucken können. Und wir entscheiden uns noch einen Spiegel für die Kopfstütze der Großen zu besorgen, damit sie sehen kann, was vor dem Auto passiert. Beide Kinder sitzen nämlich in einem Reborder und schauen somit nach hinten. Alle drei Sachen haben wir eigentlich zu Hause. Aber wir hatten es entweder nicht auf der Packliste, haben gedacht, wir brauchen es nicht oder haben es trotz Packliste vergessen.

DE/AU/IT

Als wir alles beisammen hatten, fuhren wir weiter gen Süden. Wir kamen in Österreich an und irgendwie dachten wir, wir sind ein paar Tage in Österreich, also haben wir uns während der Fahrt direkt eine 10 Tage E-Vignette gekauft. Nur, um dann kurze Zeit später über die italienische Grenze zu fahren. Bellissimo! Wir wollten nämlich zum Grödner Joch und das ist in Italien. Na ja. Die Vignette hat 10,50 € gekostet und nur deswegen zurückzufahren, hätte uns nur noch mehr Spritgeld gekostet. Vielleicht haben wir ja daraus gelernt. Oder auch nicht. Das wissen wir spätestens, wenn uns sowas wieder passiert.

Noch ein spontaner Spielplatzbesuch

Bis zum Grödner Joch haben wir es allerdings nicht geschafft. Wir wollten den Kindern noch etwas Spielzeit ermöglichen und das Abendessen musste auch noch her. Wir hielten in Raas, kurz vor Brixen, weil es dort einen sogenannten Apfelkern Spielplatz gab. Die Bilder im Netz luden ein, das Wetter vor Ort allerdings nicht. Wir haben uns davon aber nicht abschrecken lassen. Aber erstmal gab es Abendessen.

Abendessen bei Regen im Camper

Raus aus den Kindersitzen, ein bisschen auf dem Bett toben, während Lu das Essen kocht und dann ran an den Tisch. Ok, den Tisch haben wir seit dem ersten Frühstück nicht mehr aufgebaut, aber die Kleine bekommt den Hochstuhl mitten in den Gang und die Große saß an einem faltbaren Hocker, den sie als Tisch benutzte. Bei beiden Kindern ging natürlich mal Spinat daneben, aber die Sauerei hielt sich überraschend in Grenzen. Mein erster Gedanke zu „Spinat essen“ war ein Foto von der Großen, als sie das erste Mal selbstständig Spinat gegessen hatte und kaum von der Potion Spinat auf meinem Teller zu unterscheiden war. Aber erstaunlicherweise hielt es sich absolut in Grenzen.

Spielplatz Zeit

Es regnete immer noch, also haben wir den Kindern Regenkleidung angezogen und dann bin ich im Regen mit ihnen auf den Spielplatz gegangen, während Lu im Camper noch klar Fisch … äh Schiff gemacht hat. Die Kinder kletterten und schaukelten und haben die Zeit sichtlich genossen. Endlich toben! Endlich frei bewegen und nicht im Kindersitz angeschnallt sein. Beide hatten auf der Fahrt geschlafen und wir haben viel Strecke gemacht, aber es bleibt bewegungsfreie Zeit. Und so tollten die beiden Energiebündel um 20:30 Uhr noch auf dem nassen Spielplatz herum, bis wir von Lu abgeholt wurden. Sie ging noch mit der Großen auf die in den Boden eingelassenen Trampoline, zur Schaukel und dann gingen wir bald zum Auto.

Zähneputzen, Pullern, ab ins Bett

Nach dem Spielplatz ging es nur noch ein kurzes Stück weiter zu einem Stellplatz, auf dem ein großer Container, ein Wohnwagen und ein Wohnmobil standen. Ab und zu fuhr ein Zug vorbei. Es war schon sehr spät und wir haben endlich die Kinder ins Bett gebracht – und natürlich sind wir beide bei der Einschlafbegleitung eingeschlafen. Ich bin um kurz nach 0 Uhr wachgeworden, habe Lu kurz ins Bild gesetzt („wir sind eingeschlafen, es ist spät, lass schlafen gehen“) und wir haben uns direkt und ohne Umwege offiziell schlafen gelegt. Keine Paarzeit mehr, dafür war es bis zum Schluss ein sehr entspannter Abend mit den Kindern.


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