Heute erwartet uns wieder eine lange Deichfahrt. Es beginnt mit dem gewohnten Frühstück auf den blauen Kinderisomatten. Die haben schon so viel Essen abbekommen, dass jeder weitere Fleck überhaupt nicht mehr ins Gewicht fällt. Die Kleine schnappt sich unseren Küchenschwamm und ihre Trinkflasche und spielt Putzen. Eifrig wischt sie über die Isomatte und füllt dabei immer wieder mit der Trinkflasche nach. Alles bleibt trocken, aber sie ist gut unterhalten.
Spielzeugparadies am Wegesrand
Auf unserer langen Deichfahrt kommen wir heute an einem Melkhus vorbei. Das ist eine Kette von kleinen Cafés. Im Angebot sind Eis, Kaffee, Tee, Kuchen und Brot mit Quark oder Käse. Wir hatten eigentlich einen anderen Pausenort auserkoren, aber dieser spontane Fund sieht sehr einladend aus, da können wir nicht einfach vorbeifahren. Und er war Gold wert, wie sich herausstellte. Es liegen haufenweise Spielsachen im Garten, es gibt ein Mini Melkhus, mit Küche drinnen und draußen, es gibt Tiere hinterm Haus und Leckereien für jeden von uns. Wir besorgen ein Brot mit Kräuterquark, der extra frisch zubereitet wird, ein Brot mit Käse, einen kalten Kako für die Große und Kaffee die uns. Das Brot mit dem Quark schmeckt der Kleinen ausgezeichnet und sie isst tüchtig. Die Große möchte lieber das Käsebrot haben, deshalb holen wir das noch nachträglich.
Nach dem Essen geht es nochmal spielen, die Kinder können sich hier super austoben und es gibt sogar ein paar Tiere zu sehen. Die beiden Kaninchen Mümmel und Lümmel und zwei Kälber haben ihre Ställe hinterm Haus.
Etwas später suchen wir uns noch Eis aus, das aber sehr fest aus der Truhe kommt, also noch eine kurze Spielzeit, dann Eis schnabulieren. Wir packen zusammen, wickeln nochmal die Kinder, waschen ihnen Hände und Füße im Bad und machen uns wieder auf den Weg.
Später Einkauf und fieser Sturz
Es ist schon spät, aber wir wollen noch ein paar Dinge einkaufen. Lu und die Große gehen wieder rein, während ich mit der Kleinen draußen bleibe. Ich hänge die Solar Panel nochmal richtig in die Abendsonne und bereite die Taschen für die Einkäufe vor. Die Kleine hat Hunger und bekommt ihr erstes (vegi) Würstchen, was sie auch komplett vertilgt. Wir laufen etwas herum, sie übt an beiden Händen zu laufen und auch freizustehen und wird immer übermütiger. Und dann fällt sie plötzlich hin und schlägt sich die Oberlippe am Boden blutig. Ich nehme sie schnell auf den Arm, sie weint bitterlich, ich hole eine Seviette auf meiner Lenkertasche und tupfe das Blut ab. Ihren Zähnen geht es zum Glück gut, aber ihre Lippe schwillt an. Keine fünf Minuten später ist sie wieder auf beiden beiden und wackelt freudig am Anhänger herum. Sie ist echt hart im nehmen.
Tja, wo schlafen wir heute?
Als die beiden Einkäuferinnen wiederkommen, gibt es erstmal eine ganze Packung Himbeeren für die beiden. Sie verputzen sie in einem Rutsch. Wir packen alles ein und gucken nochmal gemeinsam, wo wir heute unser Zelt aufschlagen wollen. Ich hatte zwischendurch auch schon geschaut, aber es sieht mau aus in der Gegend. Alle Felder sind gesäumt durch Wassergräben und so können wir uns noch einfach am Feldrand niederlassen. Aber wir finden nach etwas Suchen ein Feld, dass es doch zulässt. Das Gras ist recht lang und was das bedeutet, erfahrt ihr morgen.
Uns erwartet wieder eine sternenklare Nacht und da wir dicht am Wegesrand liegen hören wir zu den ungewöhnlichsten Zeiten Passanten, Jogger und Radler. Ansonsten ist es sehr ruhig.
Heutige Fahrbilanz: 49 km, 3:20 h im Sattel


















